Fauna
Die Tierwelt von Edeja ist im Allgemeinen scheu und wehrhaft.
Nach der Großen Katastrophe, die der Niedergang der Götter und der verheerende Krieg ausgelöst haben, sind alle normalen Tierarten auf Grund der harten Umweltbedingungen ausgestorben. Die Assra-Tar nahmen alle ihnen nützlich erscheinenden Tiere von den Schlachtfeldern und Versorgungslagern mit und züchteten die Bestände so gut es ging wieder auf. Dies alles geschah innerhalb der Kastenmauern.
So existieren noch einige Nutztierarten, die es vor dem Großen Krieg gegeben hat. Dies sind im Wesentlichen; Pferde, Ziegen, Schafe, Katzen, Hunde, Hühner, Gänse und Schweine.

Im Ödland draußen kennt man diese Tiere so wie sie in den Kasten vorkommen nicht mehr. So ist das Schlachtross eines Streiters vom Klingenorden mit seinen 1,5 Tonnen Lebendgewicht und der geschmückten Rüstung für die meisten Ödländer ein wutschnaubendes Monster, das ihnen Furcht einflößt, weil sie so etwas noch nie im Leben gesehen haben.

In der Außenwelt haben sich die Tiere, die vom Schweif der göttlichen Tränen gestreift wurden, schnell zu zähen Kreaturen weiterentwickelt, die den normalen Haustieren stark überlegen zu sein scheinen.
Diese Kreaturen nennt man Dheva-Tar.
Dheva-Tar sind wilde und unbezähmbare Wesen die vor langer Zeit mit der Macht der Götter gesegnet wurden, damit sie in einer gottlosen Welt überleben konnten. Daher bedeutet ihr Name auch ‘Gesegnete Gefährten’ da sie den Assra-Tar zur Seite stehen sollten.
Doch die Götterkinder haben sich eine sehr lange Zeit vom Rücken des Drachen zurückgezogen und viel Zeit einsam und hinter verschlossenen Toren verbracht. In dieser Zeit sind ihnen die Vorgänge jenseits der Tempelmauern etwas entgangen und so kommt es, dass nur die Wächter des Lebens und die Jäger fundiertes Wissen über die Dheva-Tar haben.

Natürlich hat sich seit der Öffnung der Tore jede Kaste die Gesegneten Gefährten auf ihre Art und Weise zu Nutze gemacht. Der Schattenklan schätzt die Gifte, die man aus ihnen gewinnen kann und der Zirkel des Lichtes schätzt vor allem den kulinarischen Wert einiger Spezies. Egal welche Herangehensweise die jeweilige Kaste gegenüber den Gesegneten Gefährten hat, der Respekt vor diesen Kreaturen bleibt dabei niemals auf der Strecke. Und auch die Dheva-Tar selbst spüren die Verbundenheit zwischen sich und den Götterkindern und verhalten sich ihnen gegenüber respektvoll; was bedeutet, dass Assra-Tar so gut wie nie Opfer von Angriffen gefährlicher Raubtiere werden und scheuere Spezies in ihrer Nähe selten nervös oder ungehalten reagieren, wenn sie nicht aktiv gejagt werden.

Die Wächter halten sich sehr oft Dheva-Tar-Gefährten, die sie zu ihren Vertrauten machen und somit in ihre Dienste nehmen, was der jeweiligen Kreatur ein langes Leben im Schutz und Dienst der Götter verheißt. Die Hüter nehmen es auf sich das Leben und die Umwelt Edejas zu schützen und wieder auferstehen zu lassen, ganz im Sinne ihrer Göttin. Demzufolge haben sie eine tiefe Verbundenheit zu den Geschöpfen der Wildnis. Sie nutzen die überlegenen Fähigkeiten der Dheva-Tar zu ihrem Vorteil aus, schicken sie aber höchst selten direkt in den Kampf. Ein Wächter wird eher vom scharfen Blick seines Raubvogels profitieren, als von seinen scharfen Krallen.

Die Jäger dagegen respektieren die Dheva-Tar ebenso als Teil der Welt, den es zu bewahren gilt, jedoch bezieht sich das bei ihnen weniger auf das einzelne Wesen, als vielmehr auf die Spezies und ihren Lebensraum an sich. Den einzelnen Dheva-Tar schätzen die Jäger auf Grund seiner Stärke und Intelligenz, die er meist als Kampfgefährte an der Seite des Götterkindes unter Beweis stellen muss.
Desweiteren verbindet die Jäger ein tiefes Band zu den Dheva-Tar, da sie schon immer mit ihnen gelebt haben und somit ihre Weisen besser verstehen als die meisten anderen. Jeder Jäger sieht sich und seine Seele mit einem bestimmten Dheva-Tar verbunden, dessen Eigenschaften den Charakter und die Stärken des Jägers widerspiegeln. Das Abbild jener Kreatur ziert dann mit fortschreitender Erfahrung immer mehr Rüstungsteile und Waffen des Jägers und er wird die Nähe des Gefährten suchen und sein Kampfstil dem des Dheva-Tars ähneln.

Verschiedene Dheva-Tar:

Der Melanther

Das Gabel-Shinta

Das Tink